Thomas_Molle

Wie wird man ein erfolgreicher Event Manager? Experteninterview mit Thomas Molle

Heute möchte ich dir einen guten Event Freund von mir vorstellen, der immer spannende und großartige Projekte umsetzt – Thomas Molle.

Wir haben uns 2008 in unserer Ausbildung kennen gelernt, seit dem ist bei ihm einiges passiert. Er ist einen großartigen Weg gegangen und hat sich total in der Veranstaltungswelt etabliert.

Das Interview soll dir zeigen, was alles möglich ist und wie sich oft Chancen entwickeln, ohne das man unbedingt damit rechnet.

Wichtig ist nur, diese zu erkennen und auch anzunehmen.

Das ist eine tolle Art sich selbst und sein Wissen weiterzuentwickeln. Die Kölner unter euch haben Thomas sicher schon getroffen oder waren auf einem Event von ihm.

Er ist quasi überall und kennt auch jeden in den Veranstalterkreisen von Köln.

Thomas, was hat dich dazu bewegt in die Veranstaltungsbranche einzusteigen?

2008 wollte ich eigentlich bei der Bundeswehr bleiben. Ich hatte aber ein Praktikum als Veranstaltungskaufmann/Event Manager in einer Eventagentur, Live in Time GmbH, begonnen und an dem Tag des Eignungstestes war ein großes Event am Rhein. Nun musste ich mich endscheiden. Die Veranstaltung hatte mir so viel Spaß gemacht und ich merkte schnell, dass ich dafür geboren bin! Ich entschied mich gegen die Bundeswehr und für den Job in der Veranstaltungs-Szene. Von 2008 – 2010 habe ich hier auch die Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann abgeschlossen.

Die Agentur ist unter anderem auch für die Locations Live Music Hall und das Underground in Köln bekannt. Hier finden viele Partys und Konzerte statt, oft von Newcomern die richtig groß durchstarten.

 

Wie kamst du dazu, dich selbstständig zu machen?

Noch in meiner Ausbildung begann ich bei OAK (Open Air Kino im Rheinauhafen, Köln) zu arbeiten. Da es hier nun mal nur im Sommer Arbeit gibt, war nur die Freiberufliche „Anstellung“ möglich. Somit wurde ich selbstständig. Zu Beginn hielt ich mich im Herbst und Winter mit Jobs als Helfer & „Stage Hand“ über Wasser.

Nach und nach kamen aber bessere Jobs und mehr Verantwortung auf mich zu. Irgendwann buchten Kunden bei mir auch Personal, übergaben mir große Projekte und baten mir gastronomische Umsetzungen auf ihren Events an, wie z.B. Cocktailstände.

Mit der Zeit entwickelte sich ein abwechslungsreiches Geschäft, wie u.a. die Eventplanung für Harley Dome Cologne oder das Summerjam Green Camp und Food- & Getränkeverkauf auf Märkten und Veranstaltungen.

2014 begann ich damit in den Winter- und Frühlingsmonaten Locations als Veranstaltungsleiter zu betreuen, u.a. die Alte Versteigerungshalle, den Kunstsalon uvm.

2015 kam ein großes Projekt auf mich zu, die „Tommy Engel Weihnachtsshow“. Hier durfte ich einige Aufgaben mit einem großen Team selbstständig übernehmen, von der Veranstaltungstechnik über die Personalvermittlung bis hin zum eindecken der Plätze. Das war einfach großartig!

 

Du machst in Kürze deine eigene Bar auf – STAPEL.BAR
Wie kam es zu dieser tollen Idee?

Ende 2015 bekam ich die Möglichkeit einer eigenen Gastronomie in Ehrenfeld, dem Szeneviertel in Köln. Die Idee zur STAPEL.BAR hatte ein Freund von mir, Patrick Schmidt. Nach dem Motto: „Hey, wir machen mal ne Bar auf und dann bauen wir alles aus Paletten“ ging es los und zack haben wir es tatsächlich umgesetzt. Holz ist ein tolles Werkstück, leicht zu bearbeiten und unendlich vielseitig. Auch das war ein Grund dafür, die Idee so umzusetzten. Im Sommer 2016 wird der neue Treff in Ehrenfeld eröffnen. Auf dieses neue mega Projekt freue ich mich schon riesig und natürlich noch mehr, wenn ihr mich dort auf ein Bierchen besuchen kommt.

Das Schätzchen OAK wird aber weiterhin meins bleiben. Hier haben wir über Jahre gefeilt, ein neues Konzept aufgebaut und umgesetzt. Somit fällt es mir echt schwer das abzugeben!

 

Welche Eigenschaften sollten gute Event Manager deiner Meinung nach auf jeden Fall mitbringen?

Ich denke Organisationstalent und die Fähigkeit zu improvisieren sind am wichtigsten. Man sollte strukturiert arbeiten können und willig sein mehr als 40 Stunden die Woche zu arbeiten.

Natürlich sind Eigenschaften wie Spontanität, Multitasking etc. auch wichtig aber am meisten zählt meiner Meinung nach der Überblick für Organisation und Struktur!

Damit wird dein Event zum vollen Erfolg!

 

Gibt es eine Sache, die du gehörig in den Sand gesetzt hast und was konntest du daraus mitnehmen?

In den Sand gesetzt habe ich so richtig noch kein Event. Klar hat man mal etwas vergessen, klar hat man Fehler gemacht.

Aber mit guten Freunden, einem starken Team und viel Motivation – oft auch Schweiß und Tränen – haben wir bisher alles geschaukelt! Und das ist es, was am Ende zählt!

Thomas_Molle

Thomas bei der Arbeit im OAK


 

Wie du nun sehen konntest würde Thomas eine Frage wie „Wo siehst du dich in 5 Jahren?“ gar nicht beantworten können.

Vieles entwickelt sich fast schon spontan. Im Laufe der Jahre kann man sein Netzwerk ausbauen und tolle Partnerschaften eingehen.

Wenn du schon deine Leidenschaft gefunden hast und weißt, für was du brennst, dann nutze diese positive Energie um alle Möglichkeiten zu ergreifen!

Was soll schon großartig schief gehen?! In den meisten Fällen verlierst du höchstens an Geld, gewinnst dafür aber an reichlich Erfahrung. Und dann heißt es aufstehen und weiter nach den Träumen greifen!

Ich würde mich auch sehr freuen, wenn ich dich bald in der STAPEL.BAR treffen würde. Es wird mit Sicherheit meine neue Stammbar!

->> Was möchtest du noch über Thomas‘ Werdegang oder die Möglichkeit ins Event Management einzusteigen wissen? Schreib es mir gerne in die Kommentare <<-